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Bartha András

 

Übersetzt von

Gerencsér Ádám, Zoltán Császár, Andrea Dee, Helga Fehér, Edit Kovács, István Neumann (Ungarn) mit Hilfe von Valkó Péter (Schweiz)

 

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Lesebuch für Tschango Schulkinder

 

Am Anfang des Schuljahres haben wir in jeder unserer Bildungsstätten Exemplare der neuen Edition des "Lesebuches für Tschango Schulkinder" verteilt.
Diese Lehrhilfe widerspiegelt den pädagogischen Fortschritt der vergangenen Jahre in Modavien. Der Auswahl literarischer und folkloristischer Werke ist auf die Bedürfnisse unserer Lehrkräfte abgestimmt. Die Texte wurden thematisch in Kapiteln sortiert, und reichen von Gedichten und Prosa bis zu religiösen Gesängen. Das Buch enthällt auch bekannte Werke der rumänischen Literatur in ungarischer Übersetzung.
Redaktion führten unsere Kolleginnen Borsos Gyöngyi und Ferencz Éva. Die neue Ausgabe basierte auf ein früheres Buch, das von der Union Ungarischer Pädagogen in Rumänien im Jahre 2003 herausgegeben wurde. Der Band enthällt Illustrationen der Künstlers Ferencz Zoltán.
Das Buch ist erschienen mit der Unterstützung des ungarischen Staats durch das Nationale Kulturprogramm. Die neue Auflage, die 366 Seiten enthällt, wurde in 1000 Exemplaren von der Internationalen Gesellschaft für die Ungarische Sprache und Kultur herausgegeben.
Wir möchten uns bei allen, die durch ihre Unterstützung das Erscheinen des Lesebuchs möglich gemacht haben, herzlich bedanken.

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Wir haben unser Anliegen dem Rat Gegen Diskriminierung unterbreitet

 

Das Überleben eines Volkes ist untrennbar an das Überleben seiner Sprache gebunden. Angesichts der prekären Lage, in der sich der ungarische Sprachunterricht im Tschangoland befindet, sah sich der Verband der Tschango-Ungarn in Moldawien genötigt, im Juni 2006 einen dringenden Appell an den Nationalen Rat Gegen Diskriminierung zu richten.
Es geht um das Kontingent, das für die Anstellung von Lehrkräften für den ungarischen Sprachunterricht bewilligt werden soll. In unserem Schreiben an die staatliche Stelle, die dem Rat mit Sitz in Bukarest zugeordnet ist, haben wir - auch mit Hilfe anschaulicher Beilagen - darauf hingewiesen, dass sowohl die Anzahl als auch die Qualität der Ungarisch-Sprachlehrer den tatsächlichen Bedürfnissen in keiner Weise genügen kann und in jeder Hinsicht als diskriminierend bezeichnet werden muss.
Angesichts der neuen Anträge, die in der gesetzlich vorgeschriebenen Frist eingereicht wurden, errechnet sich für das bevorstehende Schuljahr die für den ungarischen Sprachunterricht erforderliche Stundenzahl auf wöchentliche 183. Demgegenüber wird Ungarisch in den moldowanischen Tschangodörfern gesamthaft lediglich während 121 Sprachstunden pro Woche unterrichtet. In krassem Widerspruch zu dieser Erhebung wurde vom Schulinspektorat des Komitats Bákófür das kommende Schuljahr für nicht mehr als insgesamt 104 Unter-richtstunden eine entsprechende Anzahl Stellen zur Bewerbung ausgeschrieben. Als zusätzliches Problem von nicht unerheblicher Bedeutung ist, dass es bei den ausgeschrieben Stellen nicht um eine feste Anstellung geht, auch dann nicht, wenn in der betreffenden Schule das volle Pensum ungarischer Unterrichtsstunden erfüllt werden kann.
Verglichen mit den Bedingungen, die im Komitat für den rumänischen Sprachunterricht gelten, sticht zunächst ins Auge, dass hier für die Lehrkräfte - unter identischen Voraus-setzungen und beim gleichen Reglement - feste Stellen ausgeschrieben wurden. Dabei gibt es diverse Ortschaften, für welche der Stellenwettbewerb ebenfalls für feste Anstellung ausgeschrieben wurde, obwohl es für rumänische Sprache und Literatur dort gar keine offene Stelle gibt. Stellen von 4 Jahren Anstellungsdauer (Bedingung für feste Anstellung) wurden für den Ungarischunterricht nur deshalb nicht als feste Stellen zur Bewerbung ausgeschrieben, weil, so das Argument des Schulinspektorates, die demografischen Indizes eine abnehmende Tendenz aufweisen sowie deswegen, weil viele Kinder aus der Schule genommen und in den Westen geschickt werden. Nach unserer Ansicht sollte davon das Stellenkontingent sowohl für den rumänischen, als auch den ungarischen Sprachunterricht in gleichem Mass betroffen sein, was jedoch gemäss den Angaben, die das Rumänische Ministerium für Sprachwesen und Sprachforschung auch auf ihrer Homepage publiziert hat, nicht der Fall ist.
Wir sind deshalb beim Rat vorstellig geworden, in den betreffenden Schulen untersuchen zu wollen, ob den Ungarisch-Sprachlehrern benachteiligende Sonderbehandlung widerfahren ist. Ferner haben wir den Rat ersucht, das Schulinspektorat des Komitats Bákó, wenn möglich, zur Erhöhung der Anzahl Unterrichtsstunden anzuhalten. Schliesslich haben wir den Rat gebeten, die Lehrkräfte für den Ungarisch-Sprachunterricht ab kommendem September, sofern die Anzahl Unterrichtsstunden die gleiche ist, unter den gleichen Bedingungen anzustellen, wie im Fall der Lehrkräfte rumänischer Nationalität.

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In den Dörfern von Moldawien (Rumänien) ist es üblich, dass die Nachbarn und Bekannten Paten genannt werden - selbst dann, wenn sie gar nicht verwandt sind. Selbst ein Gast ruft den Gastgeber so: "Pate!"
Werden auch Sie Patin /Pate eines tschango-ungarischen Kindes!
Die Tschango-Ungaren sind eine durch die Europäische Union anerkannte ethnische Minderheit in Rumänien. In der Empfehlung (Report 1521, 2001) des Europäischen Parlamentes wurde festgestellt, dass durch die nachhaltig restriktive Haltung der Behörden die Gefahr besteht, dass die wertvolle tschango-ungarische Kultur unwiederbringlich verloren geht. Unser Verband hat sich zum Ziel gesetzt, durch Sprachunterricht und Förderung des kulturellen Erbes diese Gefahr abzuwenden.
Im Jahre 2000 ist es uns gelungen, in einigen moldawischen Tschangodörfern den in 1955 abgeschafften ungarischsprachigen Unterricht wieder zum Leben zu erwecken. Seit Herbst 2002 sind in zwei Dörfern je eine Gruppe Kinder in ungarischer Sprache unterrichtet worden. Seit 2003 gibt es mittlerweile schon in sieben Dörfern,seit Herbst 2004 in 21 Schulgruppen und ab Schuljahr 2005/2006 sogar in 40 Gruppen von 12 moldawischen Dörfern die Möglichkeit, Ungarisch lesen und schreiben zu lernen.
Leider jedoch kann nach Abschluss der 8. Klasse den Kindern die Weiterschulung im "Tschangoland" heute noch nicht garantiert werden. Wer eine weiterführende Schule besuchen möchte, muss nach Siebenbürgen (Szeklerland)gehen. Die Unterrichts- und Aufenthaltskosten dieser Kinder werden in der Regel von unserem Verband getragen. Das Schulprogramm des Verbandes der Tschango-Ungarn in Moldawien fördert auf diese Weise etwa 1200 Kinder. Der Verband der ungarischen Pädagogen in Rumänien beaufsichtigt das Programm.
Zur Zeit (Sommer 2006) führt der Verband Programme in 13 Dörfern mit Unterstützung von 26 Schul-, Tanz- und Musiklehrern durch. Es gibt immer noch mindestens 20 Dörfer, in denen es noch nicht gelungen ist, den im Jahr 1950 eingestellten ungarischsprachigen Unterricht wieder einzuführen. Wenn uns dies in den nächsten Jahren nicht gelingt, dann ist zu befürchten, dass wir in den Häusern dieser Dörfer nie mehr die ungarische Sprache zu hören bekommen. Dann wird die tschango-ungarische Kultur aussterben. Um dies zu verhindern bitten wir Sie, das Schulungsprogramm zu unterstützen und zu fördern.
Werden auch Sie Patin/Pate!
Zwei Alternativen bieten wir Ihnen an:
1. Übernahme der Kosten für den ungarischsprachigen Unterricht eines Patenkindes pro Jahr vor Ort (d.h. in Moldawien) in der Höhe von zur Zeit 450 ROL (alt 4,5 Millionen ROL). Dies entspricht etwa 140 EUR bzw. 200 CHF. Diese Summe beinhaltet die Löhne der LehrerInnen und deren gesetzliche Sozialbeiträge, die Miete und Nebenkosten der Klassenräume, das Lernmaterial, die Kosten der Ausflüge und Weihnachtsgeschenke.
2. Übernahme der Unterrichts-- und Internatskosten Ihres Patenkindes in ungarischen Schulen Siebenbürgens(Rumänien), nach der 8. Klasse, in Höhe von jährlich 1800 ROL(alt18 Millionen ROL).Dies entspricht etwa 560 EUR bzw. 800 CHF. Diese Summe beinhaltet auch die Löhne der LehrerInnen für Nachhilfe.
Wenn Sie über die finanzielle Unterstützung hinaus eine persönliche Beziehung zu Ihrem Patenkind aufbauen möchten, dann sind wir behilflich bei der Kontaktaufnahme. Sie könnten dadurch auch die ursprünglich-schöne Tschango-Kultur, die bis heute von einem Hauch Mystik umgeben ist, kennenlernen. Die persönliche Beziehung zu Ihrem Patenkind und zu seinen Verwandten stärkt dessen Selbstwusstsein und seine Sprachentwicklung. Für Sie ist dies sicher auch eine Bereicherung..
Falls Sie jetzt bereit sind, Patin oder Pate zu werden, dann nehmen Sie am besten per e-mail: keresztapa@csango.ro mit uns Kontakt auf. Anschliessend können Sie auf eines der untenstehenden Kontos des Verbandes der Tschango-Ungarn in Moldawien Ihren jährlichen Beitrag überweisen. Die Unterrichtsprogramme unterliegen der Kontrolle dieses Verbandes, dadurch wird sichergestellt, dass Ihre Zahlungen nur für den vereinbarten Zweck verwendet werden. Sie werden periodisch informiert.
Wenn Sie das Unterrichtssprogramm mit einer größeren Summe unterstützen möchten, können wir selbstverständlich einen Vertrag über die Verwendung ( auch Schulhausbauten) mit Ihnen abschliessen. Die Spenden können dann steuerlich, je nach gesetzlichen Vorschriften Ihres Landes, abgesetzt werden.
Bankverbindungen für die Überweisung auf unser rumänisches Konto:
Kontoinhaber: ASOCIATIA MAGHIARILOR CEANGAI DIN MOLDOVA
Bankinstitut: Raiffeisen Bank SUCURSALA Bacau str.:Dumbrava nr.:2
Kontonummer:
IBAN RO57RZBR0000060006776563 (RON)
IBAN RO67RZBR0000060006776577 (EUR)
IBAN RO39RZBR0000060006776596 (USD)
IBAN RO54RZBR0000060006776617 (HUF)
Swiftcode: RZBRROBU

 

Bankverbindung für die Überweisung auf ungarisches Konto:
Kontoinhaber: Stiftung für die Ungarische Unterricht in Moldawien (Moldvai Magyar Oktatásért Alapítvány)
Kontonummer: 11742173 - 20154778 - 00000000 (HUF)
Bankinstitut: OTP

 

Herzlichst,
Ihre Szilvia Róka, Vorsitzende des Verbandes
Ihr Attila Hegyeli, Leiter des Schulungsprogrammes

 

Kontakt: Melinda Hegyeli, Koordinatorin des Programms "Werden Sie Patin/Pate"
Tel: 0040-727-341-737
e-mail: keresztapa@csango.ro internet: www.csango.ro

 

Übersetzung 27.06.2006 PJG

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