Am Anfang des Schuljahres haben wir
in jeder unserer Bildungsstätten Exemplare der neuen Edition des "Lesebuches
für Tschango Schulkinder" verteilt.
Diese Lehrhilfe widerspiegelt den pädagogischen Fortschritt der vergangenen
Jahre in Modavien. Der Auswahl literarischer und folkloristischer Werke
ist auf die Bedürfnisse unserer Lehrkräfte abgestimmt. Die Texte wurden
thematisch in Kapiteln sortiert, und reichen von Gedichten und Prosa
bis zu religiösen Gesängen. Das Buch enthällt auch bekannte Werke der
rumänischen Literatur in ungarischer Übersetzung.
Redaktion führten unsere Kolleginnen Borsos Gyöngyi und Ferencz Éva.
Die neue Ausgabe basierte auf ein früheres Buch, das von der Union Ungarischer
Pädagogen in Rumänien im Jahre 2003 herausgegeben wurde. Der Band enthällt
Illustrationen der Künstlers Ferencz Zoltán.
Das Buch ist erschienen mit der Unterstützung des ungarischen Staats
durch das Nationale Kulturprogramm. Die neue Auflage, die 366 Seiten
enthällt, wurde in 1000 Exemplaren von der Internationalen Gesellschaft
für die Ungarische Sprache und Kultur herausgegeben.
Wir möchten uns bei allen, die durch ihre Unterstützung das Erscheinen
des Lesebuchs möglich gemacht haben, herzlich bedanken.
Wir
haben unser Anliegen dem Rat Gegen Diskriminierung unterbreitet
Das Überleben eines Volkes ist untrennbar
an das Überleben seiner Sprache gebunden. Angesichts der prekären Lage,
in der sich der ungarische Sprachunterricht im Tschangoland befindet,
sah sich der Verband der Tschango-Ungarn in Moldawien genötigt, im Juni
2006 einen dringenden Appell an den Nationalen Rat Gegen Diskriminierung
zu richten.
Es geht um das Kontingent, das für die Anstellung von Lehrkräften für
den ungarischen Sprachunterricht bewilligt werden soll. In unserem Schreiben
an die staatliche Stelle, die dem Rat mit Sitz in Bukarest zugeordnet
ist, haben wir - auch mit Hilfe anschaulicher Beilagen - darauf hingewiesen,
dass sowohl die Anzahl als auch die Qualität der Ungarisch-Sprachlehrer
den tatsächlichen Bedürfnissen in keiner Weise genügen kann und in jeder
Hinsicht als diskriminierend bezeichnet werden muss.
Angesichts der neuen Anträge, die in der gesetzlich vorgeschriebenen
Frist eingereicht wurden, errechnet sich für das bevorstehende Schuljahr
die für den ungarischen Sprachunterricht erforderliche Stundenzahl auf
wöchentliche 183. Demgegenüber wird Ungarisch in den moldowanischen
Tschangodörfern gesamthaft lediglich während 121 Sprachstunden pro Woche
unterrichtet. In krassem Widerspruch zu dieser Erhebung wurde vom Schulinspektorat
des Komitats Bákófür das kommende Schuljahr für nicht mehr als insgesamt
104 Unter-richtstunden eine entsprechende Anzahl Stellen zur Bewerbung
ausgeschrieben. Als zusätzliches Problem von nicht unerheblicher Bedeutung
ist, dass es bei den ausgeschrieben Stellen nicht um eine feste Anstellung
geht, auch dann nicht, wenn in der betreffenden Schule das volle Pensum
ungarischer Unterrichtsstunden erfüllt werden kann.
Verglichen mit den Bedingungen, die im Komitat für den rumänischen Sprachunterricht
gelten, sticht zunächst ins Auge, dass hier für die Lehrkräfte - unter
identischen Voraus-setzungen und beim gleichen Reglement - feste Stellen
ausgeschrieben wurden. Dabei gibt es diverse Ortschaften, für welche
der Stellenwettbewerb ebenfalls für feste Anstellung ausgeschrieben
wurde, obwohl es für rumänische Sprache und Literatur dort gar keine
offene Stelle gibt. Stellen von 4 Jahren Anstellungsdauer (Bedingung
für feste Anstellung) wurden für den Ungarischunterricht nur deshalb
nicht als feste Stellen zur Bewerbung ausgeschrieben, weil, so das Argument
des Schulinspektorates, die demografischen Indizes eine abnehmende Tendenz
aufweisen sowie deswegen, weil viele Kinder aus der Schule genommen
und in den Westen geschickt werden. Nach unserer Ansicht sollte davon
das Stellenkontingent sowohl für den rumänischen, als auch den ungarischen
Sprachunterricht in gleichem Mass betroffen sein, was jedoch gemäss
den Angaben, die das Rumänische Ministerium für Sprachwesen und Sprachforschung
auch auf ihrer Homepage publiziert hat, nicht der Fall ist.
Wir sind deshalb beim Rat vorstellig geworden, in den betreffenden Schulen
untersuchen zu wollen, ob den Ungarisch-Sprachlehrern benachteiligende
Sonderbehandlung widerfahren ist. Ferner haben wir den Rat ersucht,
das Schulinspektorat des Komitats Bákó, wenn möglich, zur Erhöhung der
Anzahl Unterrichtsstunden anzuhalten. Schliesslich haben wir den Rat
gebeten, die Lehrkräfte für den Ungarisch-Sprachunterricht ab kommendem
September, sofern die Anzahl Unterrichtsstunden die gleiche ist, unter
den gleichen Bedingungen anzustellen, wie im Fall der Lehrkräfte rumänischer
Nationalität.
In den Dörfern von Moldawien (Rumänien)
ist es üblich, dass die Nachbarn und Bekannten Paten genannt werden
- selbst dann, wenn sie gar nicht verwandt sind. Selbst ein Gast ruft
den Gastgeber so: "Pate!"
Werden auch Sie Patin /Pate eines tschango-ungarischen Kindes!
Die Tschango-Ungaren sind eine durch die Europäische Union anerkannte
ethnische Minderheit in Rumänien. In der Empfehlung (Report 1521, 2001)
des Europäischen Parlamentes wurde festgestellt, dass durch die nachhaltig
restriktive Haltung der Behörden die Gefahr besteht, dass die wertvolle
tschango-ungarische Kultur unwiederbringlich verloren geht. Unser Verband
hat sich zum Ziel gesetzt, durch Sprachunterricht und Förderung des
kulturellen Erbes diese Gefahr abzuwenden.
Im Jahre 2000 ist es uns gelungen, in einigen moldawischen Tschangodörfern
den in 1955 abgeschafften ungarischsprachigen Unterricht wieder zum
Leben zu erwecken. Seit Herbst 2002 sind in zwei Dörfern je eine Gruppe
Kinder in ungarischer Sprache unterrichtet worden. Seit 2003 gibt es
mittlerweile schon in sieben Dörfern,seit Herbst 2004 in 21 Schulgruppen
und ab Schuljahr 2005/2006 sogar in 40 Gruppen von 12 moldawischen Dörfern
die Möglichkeit, Ungarisch lesen und schreiben zu lernen.
Leider jedoch kann nach Abschluss der 8. Klasse den Kindern die Weiterschulung
im "Tschangoland" heute noch nicht garantiert werden. Wer
eine weiterführende Schule besuchen möchte, muss nach Siebenbürgen (Szeklerland)gehen.
Die Unterrichts- und Aufenthaltskosten dieser Kinder werden in der Regel
von unserem Verband getragen. Das Schulprogramm des Verbandes der Tschango-Ungarn
in Moldawien fördert auf diese Weise etwa 1200 Kinder. Der Verband der
ungarischen Pädagogen in Rumänien beaufsichtigt das Programm.
Zur Zeit (Sommer 2006) führt der Verband Programme in 13 Dörfern mit
Unterstützung von 26 Schul-, Tanz- und Musiklehrern durch. Es gibt immer
noch mindestens 20 Dörfer, in denen es noch nicht gelungen ist, den
im Jahr 1950 eingestellten ungarischsprachigen Unterricht wieder einzuführen.
Wenn uns dies in den nächsten Jahren nicht gelingt, dann ist zu befürchten,
dass wir in den Häusern dieser Dörfer nie mehr die ungarische Sprache
zu hören bekommen. Dann wird die tschango-ungarische Kultur aussterben.
Um dies zu verhindern bitten wir Sie, das Schulungsprogramm zu unterstützen
und zu fördern.
Werden auch Sie Patin/Pate!
Zwei Alternativen bieten wir Ihnen an:
1. Übernahme der Kosten für den ungarischsprachigen Unterricht eines
Patenkindes pro Jahr vor Ort (d.h. in Moldawien) in der Höhe von zur
Zeit 450 ROL (alt 4,5 Millionen ROL). Dies entspricht etwa 140 EUR bzw.
200 CHF. Diese Summe beinhaltet die Löhne der LehrerInnen und deren
gesetzliche Sozialbeiträge, die Miete und Nebenkosten der Klassenräume,
das Lernmaterial, die Kosten der Ausflüge und Weihnachtsgeschenke.
2. Übernahme der Unterrichts-- und Internatskosten Ihres Patenkindes
in ungarischen Schulen Siebenbürgens(Rumänien), nach der 8. Klasse,
in Höhe von jährlich 1800 ROL(alt18 Millionen ROL).Dies entspricht etwa
560 EUR bzw. 800 CHF. Diese Summe beinhaltet auch die Löhne der LehrerInnen
für Nachhilfe.
Wenn Sie über die finanzielle Unterstützung hinaus eine persönliche
Beziehung zu Ihrem Patenkind aufbauen möchten, dann sind wir behilflich
bei der Kontaktaufnahme. Sie könnten dadurch auch die ursprünglich-schöne
Tschango-Kultur, die bis heute von einem Hauch Mystik umgeben ist, kennenlernen.
Die persönliche Beziehung zu Ihrem Patenkind und zu seinen Verwandten
stärkt dessen Selbstwusstsein und seine Sprachentwicklung. Für Sie ist
dies sicher auch eine Bereicherung..
Falls Sie jetzt bereit sind, Patin oder Pate zu werden, dann nehmen
Sie am besten per e-mail: keresztapa@csango.ro
mit uns Kontakt auf. Anschliessend können Sie auf eines der untenstehenden
Kontos des Verbandes der Tschango-Ungarn in Moldawien Ihren jährlichen
Beitrag überweisen. Die Unterrichtsprogramme unterliegen der Kontrolle
dieses Verbandes, dadurch wird sichergestellt, dass Ihre Zahlungen nur
für den vereinbarten Zweck verwendet werden. Sie werden periodisch informiert.
Wenn Sie das Unterrichtssprogramm mit einer größeren Summe unterstützen
möchten, können wir selbstverständlich einen Vertrag über die Verwendung
( auch Schulhausbauten) mit Ihnen abschliessen. Die Spenden können dann
steuerlich, je nach gesetzlichen Vorschriften Ihres Landes, abgesetzt
werden.
Bankverbindungen für die Überweisung auf unser rumänisches Konto:
Kontoinhaber: ASOCIATIA MAGHIARILOR CEANGAI DIN MOLDOVA
Bankinstitut: Raiffeisen Bank SUCURSALA Bacau str.:Dumbrava nr.:2
Kontonummer:
IBAN RO57RZBR0000060006776563 (RON)
IBAN RO67RZBR0000060006776577 (EUR)
IBAN RO39RZBR0000060006776596 (USD)
IBAN RO54RZBR0000060006776617 (HUF)
Swiftcode: RZBRROBU
Bankverbindung für die Überweisung auf
ungarisches Konto:
Kontoinhaber: Stiftung für die Ungarische Unterricht in Moldawien (Moldvai
Magyar Oktatásért Alapítvány)
Kontonummer: 11742173 - 20154778 - 00000000 (HUF)
Bankinstitut: OTP
Herzlichst,
Ihre Szilvia Róka, Vorsitzende des Verbandes
Ihr Attila Hegyeli, Leiter des Schulungsprogrammes
Kontakt: Melinda Hegyeli, Koordinatorin
des Programms "Werden Sie Patin/Pate"
Tel: 0040-727-341-737
e-mail: keresztapa@csango.ro
internet: www.csango.ro