Diese Webseite wird von der Ungarischen Stiftung für Menschenrechte (HHRF) unterstützt.


Click for Bacau, Romania Forecast


Unsere Medienpartner:

 


 

Created by

Bartha András

 

Übersetzt von

Gerencsér Ádám, Zoltán Császár, Andrea Dee, Helga Fehér, Edit Kovács, István Neumann (Ungarn) mit Hilfe von Valkó Péter (Schweiz)

 

Copyright © AMCM,

2004-2008

 

 

 

 Erdélyi Top 10 - web statisztika, látogatottság mérés | relatio.ro

 

Der Film von Szilárd Dáné

 

Wir können eine gute Einsicht in das Unterrichtsjahr 2005/2006 auf dem Tschangoland erwerben, falls wir den von Herrn Szilárd Dané gedrehten, rund eine Stunde langen Film herunterladen. Der Film wurde auf den Unterrichtsorten von dem Ungarischen Fachleiter, Herrn Szilárd Dáné während seiner Kontrollreise im Mai 2006 gedreht. Die früheren Erfahrungen des Fachleiters mit dem Fernsehen sind auf dem Film ersichtlich, dieser ist nämlich ein gut geschnittenes Material, der gedacht ist, den vom Fachleiter in schriftlicher Form vorbereiteten Bericht auch in Bildern zu unterstützen. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass der Film keinesfalls beabsichtigt, den Unterricht in einen breiteren gesellschaftlichen Kontext zu legen, dessen Ziel ist vielmehr die Vorstellung der Ungarischstunden, deren Orte, bzw. deren Aufzählung von Dorf zu Dorf. In den staatlichen Schulen hat er nur wenige Gelegenheit gehabt, die Kamera zu benutzen, da die Leiter der Schulen in diesem Sinne empfindlich sind. Daher sehen wir auf dem Film vielmehr Standorte außerhalb der Schule.

 

den Film herunterladen
codeck Programm zum Abspielen des Films (falls dies nicht vorhanden ist)

zurück


Klub von Paten

 

Unsere liebe Bekannten, die Patronen unserer Schüler haben mit einem großen Schwung und mit großer Begeisterung den Klub - zu dessen Gründungssitz am 28. August 2006 in Budapest, im Gemeinschaftshaus "Háló" auch ich eingeladen wurde - auf die Wege geleitet.
Die Idee, durch das Patenprogramm nicht nur die in Moldawien Ungarisch lernenden Kinder, sondern selbst die Unterstützer zusmmenzuführen, ist im Laufe des Sommers geboren. Herr Lajos Gyöngyössy, Patenvater hat in den letzten Monaten bereits zweimal eine gemeinsame Reise organisiert, im Rahmen deren mehrere von den Unterstützern das von ihnen unterstützte Kind besuchen, eine Einsicht in seinen Alltagen, in seine Lebensführung und in den Gewohnheiten verschaffen konnten.
Während dieses gemeinsamen Sommerprogramms ist die Idee aufgetaucht, dass die Paten nicht nur während der Reise, sondern bei der Veranstaltung von Sommerlagern für die Kinder, bei Sammlung von Unterrichtsmaterialien oder bei Organisierung von Wohltätigkeitsveranstaltungen zusammenhalten könnten.
Abgesehen von dem grundsätzlichen Ziel der Veranstaltung bildeten vorwiegend Fragen zum Patenprogramm das Thema der Unterhaltung. Gemeinsam mit Frau Szilvia Róka haben wir über die Geschichte des ungarischen Unterrichts in Moldawien und ferner darüber berichtet, was wir - Dank des Beitrags der Paten - in dem bereits geendeten Unterrichtsjahr erreicht haben, bzw. mit was für Vorstellungen und Plänen wir in dem neuen Unterrichtsjahr starten.
Wir beobachten mit großer Erwartung diese Initiative, und hoffen darauf, dass diese Idee unsere gemeinsame Angelegenheit vorantreiben wird.

Melinda Hegyeli, Koordinatorin für das Programm "Werden Sie zu Paten, Patin!"
Photos

zurück


Bericht des "Freiwilligen" Ádám Gerencsér...

 

Dieses Jahr habe ich entschlossen, meinen Sommerurlaub mit einer Tätigkeit verbringen zu wollen, die sowohl für die Mitmenschen nützlich ist, als auch für mich Erfahrungen mitbringen kann. Aus Gnade Gottes wurde ich von meinem Schicksal nach Moldawien geführt, im Juli habe ich gute zwei Wochen auf dem Tschangoland verbracht. Ich habe die Website des Verbandes der Tschango-Ungaren auf dem Internet gefunden und habe mich auf "Blitzpost" (E-Mail) ins Büro des Verbandes in Bákó als Freiwillige beworben. Die positive Rückmeldung hat mich ermuntert und ich wurde tatsächlich mit großer Liebe empfangen, als ich am 2. Juli nach einer langen Bahnreise in Brassó angekommen bin ..., von wo ich dann mit dem Auto hinter die Karpaten mitgenommen wurde.
Bákó, oder Bacau, wie die Stadt auf Rumänisch heißt, ist eine besondere Stadt, wo sich die sozialistische Stadtplanung und die Stimmung des Balkans mit einem eigenartigen rumänischen Lebensgefühl vermischen. Meine Gastgeber, Attila Hegyeli, der Verantwortliche des Tschango-Ungarischen Unterrichtsprogramms und seine Frau Melinda, die Koordinatorin für das Patenprogramm haben für mich in ihrer Mietwohnung in Bákó Unterkunft gesichert. Der Charakter ihres Wohnortes hat die Grundstimmung gegeben, die erstrangige Funktion der Wohnung ist nämlich, den Reisenden ein Zuhause zu bieten. Während meines Daseins habe ich die Gelegenheit gehabt, in fast allen Räumlichkeiten zu übernachten; Lehrer aus den tschango-ungarischen Dörfern, Mitarbeiter und meine "ständige Kommilitone", die ebenfalls "freiwillige" (obwohl sie diese Bezeichnung nicht mag) Andrea Pajor aus Budapest haben dort ebenfalls eine Unterkunft gefunden. Sie ist in der Zwischenzeit nach Tschangoland zurückgekehrt und es scheint so, dass der Geist des Ortes sie für längere Zeit dorthin fesselt. (Gemäß ihren Worten hat sie zum ersten Mal das Gefühl gehabt, dass sie mit ihrem Leben zufrieden ist und nützlich sein kann. Ich wünsche ihr, in diesem Gefühl weiter gestärkt zu werden!)
Den großen Teil meines Alltags verbrachte ich im Innenstadtbüro des Verbandes, übersetzte größtenteils englische, bzw. deutsche Texte für die Website www.csango.ro. Ich erledigte die Fremdsprachenkorrespondenz der Organisation, unter anderen – für meine große Freude - mit dem sich für die Volksmusik der Tschango-Ungaren interessierenden Akademiker der Harvard Universität. Die Mitarbeiter der Organisation arbeiten in der Tat gewissenhaft, oft unter schwierigen Verhältnissen. Obwohl ich persönlich keine feindliche Einstellung seitens der rumänischen Durchschnittsmenschen erlebt habe, die örtliche Politik versucht jedoch die Arbeit der Organisation, insbesondere die Sache der ungarischsprachigen Bildung zu hindern. Regelmäßig erscheinen in der Zeitung die Organisation in Diskredit ziehende Artikel, das E-Mail System des Verbandes wurde mehrmals aufgebrochen, sogar wurde vom Büro während meines Daseins durch unbekannten Missgönner ein Computer mit vertraulichen Daten gestohlen. Trotzdem sind die Mitarbeiter und die Lehrer fröhlich und optimistisch; das wenige Geld, von dem sie bewirtschaften versuchen sie so einzuteilen, dass es für alles reicht.
Um mich von der städtischen Arbeit loszulösen hatte ich an den beiden Wochenenden die Gelegenheit gehabt, die umliegenden tschango-ungarischen Dörfer zu besuchen, wobei ich keinesfalls alle davon besuchen konnte. Auch während den wenigen, in dem Zuhause von tschango-ungarischen Familien verbrachten Tagen konnte ich die Ehre gegenüber dem Gast, das Gefühl des "Willkommens" fühlen, die ich in Moldawien während meines ganzen Daseins miterlebt habe. Es war schwer, sich an den sättigenden, schweren örtlichen Gerichten zu gewöhnen, insbesondere in der sich auf dem Tisch jeweils erscheinenden, überraschend großen Menge. Ich habe daher schnell verstanden, warum erscheint der die Verdauung erleichternde hausgemachte Schnaps (pálinka) als ständiger Bestandteil der Hauptmahlzeiten.
Sie sind nicht reich an materiellen Gütern, die Großzügigkeit, der Wille zum Geben ist jedoch ein gemeinsames Merkmal für sie alle. Ich habe Freundschaft geschlossen mit einem tschango-ungarischen jungen Mann namens Andrei, den ich davon nicht abreden konnte, für mich einen wertvollen, charakteristischen tschango Teller als Souvenir zu kaufen. Auch die tschango-ungarische Mutter aus Klézse mit ihrer Töchter, die die herkömmliche Tracht, das handgetickte Festkleid stolz vorgezeigt und eine spontane Volkstrachtmodeschau gehalten haben, waren ein gutes Erlebnis. Im Dorf Somoska war ich sehr gerührt, als zu Begrüßung der besuchenden Paten, fern vom Mutterland die in Volkstracht angezogenen Kinder auf Ungarisch gesungen haben.
Über die Lage des tschango-ungarischen Unterrichts ist es nicht nötig etwas zu schreiben, über die Gegenwart und die zukünftigen Möglichkeiten des ungarischen Unterrichtes in Moldawien schreibt Attila Hegyeli in seinem, auf der Website des Verbandes zugänglichen Schreiben, das die Wahrheit widerspiegelt. In Moldawien wurde es mir klar, dass der Tschangoverband eine der Frontlinien der ungarischen Kultur im einundzwanzigsten Jahrhundert bildet. Sie verrichten eine sehr wichtige Arbeit und es ist wichtig für uns alle zu verstehen, was für Last auf ihren Schultern liegt. Attila hat es mir erzählt, er sei manchmal ergriffen, wenn er daran denke, dass was er mit seinen Kollegen angefangen hat, auf keinen Fall eingestellt werden darf und kann. Sollte nämlich das Unterrichtsprogramm trotz aller Begeisterung und Kraftanstrengung den Schwung verlieren, werden sich die Familien in den Dörfern – die oft in nicht zu vernachlässigenden Risiken eingehen um ihre Kinder auf Ungarisch unterrichten zu lassen – reingelegt fühlen. Sie sind die letzte Generation, die noch lebende ungarisch sprechende Verwandte (größtenteils Grosseltern) haben. Es gibt daher keinen Halt, weil wenn jetzt nicht, dann niemals wird es auf dem Tschangoland ungarischsprachigen Unterricht geben.
Letztlich soll ich auch die Hilfsbereitschaft, die ich seitens der Mehrheitsbevölkerung erlebt habe, erwähnen. Das beste Beispiel darauf ist die für mich zuvor völlig unbekannte, nette rumänische Familie. Auf dem Bus von Bákó nach Brassó konnte ich durch Vermischung des Französischen mit dem Englischen eine Unterhaltung mit einer jungen Dame führen, die dann auch bei der Orientierung auf dem Bahnhof in Brassó behilflich war. Wie es sich herausgestellt hat, hatte ich acht Stunden auf den Zug nach Budapest zu warten. Als sie das gehört hat, ist sie plötzlich verschwunden und gleich danach mit ihrer Familie zurückgekehrt, die angeboten haben, mich auf einen Ausflug mitzunehmen. Wir haben den Schloss Bran besucht und die Berge rundum Brassó besichtigt (es war für sie selbstverständlich, mich für nichts bezahlen zu lassen), sie haben mir Abendbrot gegeben und mich zum Bahnhof zurückgeliefert 15 Minuten vor Abfahrt meines Zuges. Soviel über die Vorurteile!
Insgesamt halte ich es zu einer großen Gnade, dass diese Reise nach Moldawien mir gegeben wurde. Ich habe von großartigen Menschen, die ich getroffen habe, sehr viel gelernt: Ausdauer, Berufung und die - für mich anfangs gänzlich überraschende, für sie jedoch selbstverständliche - Großzügigkeit.

zurück


Als Freiwillige in Moldawien
im Sommer 2006

 

Während des Sommers haben Freiwillige unsere Arbeit unterstützt. Tamás Fehér und seine Freunde haben uns bei der Renovierung des Hauses in Csík große Hilfe geleistet.

Andrea Pajor ist von Budapest gekommen und hat zwei Monaten lang bei der Organisierung von Sommerlagern für die Kinder und bei den Büroarbeiten geholfen; sie hat auch den kleinen Lagerraum des Verbandes in Ordnung gebracht. Darauf folgend hat sie es überlegt und hat sich als Lehrerin in Moldawien eingestellt, sie wird in den Dörfern Csík und Külsõrekecsin unterrichten.
Letztlich sollen wir auch den Namen von Ádám Gerencsér erwähnen, der seine Studien in England führt, hat sich jedoch für einige Monten an uns angeschlossen, für uns gearbeitet und mit seiner Arbeit den Verband unterstützt. Seine persönliche Erlebnisse und sein Bericht stehen unten.
Gott soll sie für ihre Güte belohnen, wir erwarten sie auch im nächsten Jahr!

zurück


 

Zurück zum Anfang