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Übersetzt von

Gerencsér Ádám, Zoltán Császár, Andrea Dee, Helga Fehér, Edit Kovács, István Neumann (Ungarn) mit Hilfe von Valkó Péter (Schweiz)

 

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Hauseinweihung und Lehrkrafttreffen im Dorf Csík
22. Oktober 2006

 

Im Zentrum des Dorfes Csík ist es dem Verband der Tschango-Ungaren in Moldawien vor einigen Monaten gelungen, ein zum Unterricht und zur Dienstwohnung der Lehrkräfte geeignetes Haus zu kaufen. Dies konnte der Verband im Laufe des Sommers renovieren und sowohl für die Ungarisch lernenden Kinder, als auch für deren Lehrer heimisch machen.
Das neue Haus wurde dessen Bestimmung entsprechend eingeweiht, da wir das erste Treffen der im tschango-ungarischen Unterrichtsprogramm tätigen Lehrkräfte im laufenden Unterrichtsjahr hier abgehalten haben. Am Treffen wurden folgende Themen abgestimmt:

  • Alle unsere Kollegen haben Bericht über den Schuljahrbeginn, über den Beginn der Ungarischstunden im Rahmen und außerhalb des Schulunterrichts gestattet. Wir haben Einsicht in die Anzahl der im moldawischen Ungarischunterrichtsprogramm teilnehmenden Kinder und in die Stundenpläne erhalten.
  • Wir haben auch die Fragen betreffend die in den Gymnasien im Szeklerland lernenden, in den Stundentenheimen neuerlich aufgenommenen Schüler diskutiert, die Frage, wie man die Weiterlernenden auf die neue Situation entsprechend vorbereiten kann.
  • Die Frage der Edition und Ausgabe einer geplanten Aufgabensammlung, eines Arbeitsblattes wurde ebenfalls besprochen. Auch die Bemerkungen, Schlussfolgerungen bezüglich des von Antal Csicsó gefassten Lehrbuches "Bokréta" wurden diskutiert, bzw. es wurde über die an den Ungarischstunden in der Schule nötigen Lehrbücher gesprochen.
  • Wir haben die organisatorischen Fragen bezüglich der bereits traditionellen Volkslied- und Vortragswettbewerb diskutiert, der Zeitpunkt dieser Veranstaltungen und die Methoden der Vorsortierung der daran teilnehmenden Schüler wurden festgestellt. So wird das Volksliedwettbewerb in Pusztina am 25. November 2006, in dem neuerlich gebauten Gemeinschaftshaus organisiert. Von jedem Unterrichtsort können je zwei Schüler nominiert werden, auch die Gewinner der vorigen Jahre können auftreten, bzw. sie werden auch unter den Mitgliedern der Jury Platz finden. Der Vortragswettbewerb wird auf den 20. Januar 2007 geplant, dieser wird traditionell in Furmósza veranstaltet.
  • Es wurde auch betreffend die Edition des Schülerblattes "Reverinda" abgestimmt. Wir werden einen Wettkampf unter den Dörfern für das ganze Jahr hindurch in die Wege leiten, an dessen Ergebnisverkündung wertvolle Geschenke an die Gewinner erteilt werden.
  • Aufgrund einer gemeinsamen Entscheidung wird ein neuer Methodikzuständiger bestellt, der unsere Mannschaft vor dem Schulamt bezüglich der in den staatlichen Schulen abgehaltenen Ungarischstunden, bzw. bei der Organisation des Unterrichtsfach-Wettbewerbs vertreten wird.

Die erste Zusammenkunft des heurigen Schuljahres wurde mit einer Feierlichkeit abgeschlossen, wir haben unseren Kollegen, die ihren Geburtstag im Herbst feiern, gratuliert. Für unsere erweiterte Gruppe schienen sogar drei Torten zu wenig zu sein.

 

Attila Hegyeli, Programmzuständiger für Unterricht
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An ärztlicher Untersuchung

 

An der von dem Internationalen Kinderrettungsdienst ("Nemzetközi Gyermekmentő Szolgálat") im Mai durchgeführten allgemeinen ärztlichen Untersuchung wurden bei einigen Kindern ernste Krankheiten diagnostisiert. Sie wurden zum Facharzt weiterleitet.

Daher haben wir seit Beginn des Unterrichtsjahres mehrmals Kinder ins Komitatskrankenhaus in Csíkszereda mitgenommen.

  • fünf Kinder wurden in die Kinderklinik eingewiesen
  • drei Kinder wurden an der Neurologie untersucht
  • drei Kinder wurden an der HNO-Abteilung untersucht, einem von denen wurden die Polypen rausgenommen
  • drei Kinder wurden von dem Kinderkardiologen untersucht, eins von denen wurde nach Marosvásárhely zwecks Herzklappenerweiterung eingewiesen.

Mária Solomon, Sozialverantwortliche des Verbandes

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Gemeinsam in Liebe

 

"Oben, am Rand der Wolken sieht ein Engel alles,
Die Welt an der Erde wird von Kindern gezeichnet."


Am 23. September 2006 wurde die I. Internationale Wanderausstellung aus Kinderzeichnungen in der Moldvay Győző Galerie in Hatvan eröffnet. Zu der von Frau Ottóné Basa Erzsébet Révész Kunstlehrerin geträumte Ausstellung sind von zahlreichen Orten der Welt, so von Ungarn, Siebenbürgen, vom Tschangoland, von der Slowakei, von Serbien-Montenegro, Finnland, Deutschland, England, Peru und der Ukraine Kinderzeichnungen gekommen, die Arbeit von 400 Bewerbern wurde ausgestellt.
Unsere Schüler von Magyarfalu, Diószén, Lészped, Külsőrekecsin, Lábnik, Klézse und Buda haben sich zum Wettbewerb ebenfalls nominiert.
Ein Tschangokind, Gyula Turbuk aus Magyarfalu (Moldawien) hat goldene Medaille gewonnen, man hat ihm ein wertvolles Geschenkgepäck gesendet. Er konnte nämlich – wegen der großen Entfernung – zur feierlichen Eröffnung nicht hinreisen. Die Direktion der Ungarischen Post hat von den 50 mit goldenem Diplom prämierten Bildern Briefmarken, der Verlag Százszorszép hat von den schönsten Zeichnungen Ansichtskarten gedruckt.

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Lebensrettende Operation

 

Dank einer gemeinsamen Initiative des Internationalen Kinderhilfsdienstes (Nemzetközi Gyermekmentő Szolgálat) und des Verbands der Tschango-Ungarn in Moldau konnte ein kranker Junge aus Lábnik einer lebensrettenden Operation unterzogen werden.
Der siebenjährige Róbert Szentes wurde an die Abteilung für Nervenchirurgie des Universitätsklinikums Debrecen gebracht, wo an ihm eine offene Wirbelsäulenoperation vorgenommen wurde. Der Bub reiste in Begleitung seines Vaters nach Ungarn. Der Kinderhilfsdienst übernahm auch die Pass- und Reisekosten der beiden.
Die umfangreichen Voruntersuchungen nahmen einige Tage in Anspruch. Die Operation fand am 15. Oktober 2006 statt, danach erhielt das Kind eine antibiotische Therapie.
Einige seiner Debreziner "Paten" besuchten den Jungen im Spital. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und Ermutigung!
Wir alle hoffen, dass Róbert nun ein gesundes und erfülltes Leben erwartet.

 

Solomon Mária, Verantwortliche für Soziales beim Verband

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In der Pfarrkirche Pusztina kann endlich auf Ungarisch gebetet werden

 

Im September wurde in mehreren Pfarrgemeinden der römisch-katholischen Diözese der Pfarrer gewechselt. In der Folge dürfte es in einigen Dörfern zu einem "Tauwetter" kommen, was die Einstellung zum liturgischen Gebrauch der ungarischen Sprache betrifft. In Pusztina konnten die Gläubigen letzten Sonntag auf Ungarisch beten - nach mehreren Jahrzehnten des Verbots. Hier folgt ein Kurzbericht der Lehrerin und Volksliedsängerin Ilona Nyisztor, die an der Messe teilgenommen hat:

 

Seit 1990 bitten wir darum, erst 2006 gelingt es. Am Sonntag, dem 15. Oktober 2006 konnten wir den Rosenkranz vor Beginn der Messfeier schon auf Ungarisch beten. Nach dem Rosenkranz haben wir gesungen: "Wir sind keine Waisen", und ich hab "Boldogasszony Anyánk" [die Marienhymne der Ungarn] angestimmt. Endlich haben die Priester die neue Lage anerkannt, dass wir in der Kirche ungarisch beten dürfen. Stellen Sie sich vor, wie schön unser Weihnachtskonzert wird mit den ungarischen Schulkindern und mitsamt den Erwachsenen!!! Die schönen ungarischen Weihnachtslieder und Darbietungen werden von Neuem in Pusztina erschallen!!!
Zu guter Letzt ist die Delegation der Sankt-Stephans-Vereinigung nicht umsonst in den Vatikan gefahren!!

 

Hochachtungsvoll,
Nyisztor Ilona

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Medizinisches Vorsorgeprogramm für Moldauer Kinder

 

Bereits zum zweiten Mal konnten an einer Vorsorgeuntersuchung teilnehmen, die vom Internationalen Kinderhilfsdienst (Nemzetközi Gyermekmentő Szolgálat) in Siebenbürgen organisiert wurde.
Am 9. und 10. Oktober 2006 untersuchten in Gyimesbükk/Ghimeş-Făget die Fachärzte unter anderen 128 Moldauer Tschango-Kinder. Kinderärzte, Orthopäden, ein HNO-Facharzt und ein Audiologe nahmen an der Vorsorgeuntersuchung teil.
Am 9. zu Mittag fuhren wir in Frumósza/Frumoasa ab, wo wir laut unserer Liste 50 Kinder hätten aufnehmen sollen. Zu unserer Überraschung warteten bei unserer Ankunft wenigstens 80 Kinder vor der Kirche mit ihren Ungarischlehrern. Alle wollten sie mit, das Gedränge störte sie nicht. Der Fahrer schüttelte nur seinen Kopf: "Und die wollen alle mit diesem Bus mitfahren?" In Anbetracht der Begeisterung der Kinder drückten alle ein Auge zu.
In Gyimesbükk wurden wir bereits erwartet. Die größeren Kinder baten wir, eine neue Liste zu erstellen, damit alle der Reihe nach untersucht werden konnten.
Sogar mit einem warmen Mittagessen wurden wir überrascht.
Anderntags reisten in Begleitung ihrer Ungarischlehrer 38 Kinder aus Lészped/Lespezi und 10 Kinder aus Gajdár/Coman an, ihr Tagesablauf sah ähnlich aus.
In Kenntnis der Untersuchungsergebnisse vom Mai wurden wir jetzt weniger überrascht. Etliche Kinder wurden mit Plattfüßen diagnostiziert, einige wiesen Probleme mit dem Rückgrat und mit der Haltung auf, aber auch ein Fall von Herzgeräuschen wurde entdeckt. Die Lészpeder Kinder bekamen Lob für ihre gesunden Zähne.
Leider ist eines der Kinder aus Gajdár ernsthaft krank, es leidet an Leberzirrhose und ist noch nicht auf der nationalen Liste der Kanditaten für Lebertransplantationen. Jetzt bekam die Familie sämtliche Informationen dazu und wir hoffen, dass diesem Kind bald geholfen wird.
Sehr viele Moldauer Tschango-Kinder hatten noch nicht die Möglichkeit, an einer medizinischen Vorsorgeuntersuchung teilzunehmen. Wir hoffen deshalb, in absehbarer Zeit einen Besuch der Fachärzte in der Moldau organisieren zu können.

 

Solomon Mária, Verantwortliche für Soziales beim Verband
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