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Bartha András

 

Übersetzt von

Gerencsér Ádám, Zoltán Császár, Andrea Dee, Helga Fehér, Edit Kovács, István Neumann (Ungarn) mit Hilfe von Valkó Péter (Schweiz)

 

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Rumänisches Staatsorgan räumt erstmals die gewaltsame Assimilation der Tschango-Ungarn ein

 

Der Staatspräsident Basescu hat am 18. Dezember 2006 im Rahmen einer gemeinsamen Sitzung der beiden Kammern des Parlaments den Kommunismus verurteilt und dessen System als barbarisch bezeichnet. Seiner Aussage gemäß bezweckt der Präsident keine Hexenjagd, vielmehr tritt er im Interesse der Gerechtigkeit auf, um sich namens des rumänischen Staates im Sinne einer historischen Geste bei den Opfern zu entschuldigen. Darum hat Basescu vor 8 Monaten das "Präsidiale Komitee zur Analyse der rumänischen kommunistischen Diktatur" ins Leben gerufen, das aus führenden rumänischen Intellektuellen und Historikern besteht. Das Komitee erstellte eine nahezu 700 Seiten umfassende Studie, in der die Missbräuche des kommunistischen Regimes, der Unterdrückungsapparat, die Kollektivisierung und allgemein die negativen Auswirkungen der Diktatur auf die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Abläufe mit wissenschaftlichem Anspruch untersucht werden.
Nationalistische Kreise haben das dieser Tage vorgestellte Dokument und die Rede des Präsidenten im Parlament einschließlich der Verurteilung des Kommunismus und der staatlichen Entschuldigung mit Empörung und Widerspruch quittiert. Dies nicht ganz unerwartet, nicht zuletzt aufgrund nachstehenden Details zu den ungarischen Tschangos.
Das Dokument befasst sich gesondert mit dem Schicksal der Minderheiten während der kommunistischen Epoche. Im Abschnitt über die ungarische Minderheit wird die gewaltsame Assimilation der Tschangos in der Moldau einschließlich der Verantwortung der katholischen Kirche zur Sprache gebracht.

 

Hier die Übersetzung des Absatzes:

 

"Die Assimilationspolitik des kommunistischen Systems hatte für die Situation der Moldauer Tschango, einer ungarischsprachigen Volksgruppe von rund 60.000 Personen in den Komitaten Bacãu und Neamt, dramatische Konsequenzen. Die ersten Versuche zur gewaltsamen Assimilation der Moldauer Tschango fanden bereits in der Zwischenkriegszeit statt und die römisch-katholische Kirche nahm darin eine prominente Rolle ein. Für die katholische Kirche war die Unterstützung der sprachlichen Assimilation der Tschangos ein Mittel des Kampfes gegen die Integration in die orthodoxe Kirche. Infolge dieser Politik wurde den Tschangos die Teilnahme an der Messe und am Unterricht in ihrer Muttersprache versagt.

In ihrem Kampf gegen die Kirchen bediente sich die Rumänische Arbeiterpartei des Ungarischen Volksverbandes, durch den nahezu 40 ungarischsprachige Schulen im Siedlungsgebiet der ungarischen Tschango gegründet wurden, und zwar in erster Linie mit der Absicht, dem Einfluss der Kirche auf diese Bevölkerungsgruppe entgegen zu wirken. Diese Schulen wurden allerdings in der Zeit von 1953 bis 1958 schrittweise wieder geschlossen.

In den 1970-er und 1980-er Jahren sahen sich im Rahmen der Beschleunigung der Assimilationsbestrebungen sämtliche Personen unter den Moldauer Tschangos, die sich als Ungarn zu erkennen gaben, den Schikanen der Miliz und der Sekuritate ausgesetzt."

 

Das gesamte Original des Dokuments kann auf der Homepage des Rumänischen Präsidialamtes eingesehen werden.

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Tag der Minderheiten in Bákó

 

Zum ersten Mal hat sich Komitat Bákó der Staatsveranstaltung 'Tag der Minderheiten' angeschlossen. Am 15. December 2006 hat auch der Verband der moldovanen Tschangos auf dem durch die Präfektur vom Komitat Bákó initierten und organisierten Programm teilgenommen.
Der Hausherr der Veranstaltung war das kulturelle Zentrum George Apostu, und die Hilfsorganisatoren waren die im Komitat lebenden Organisationen für die Minderheiten: Organisationen zum Interessenschutz der Zigeuner, Armenier, Juden, Deutschen, Tschangoungarn, Polen und Italiener.
Zum ersten Mal ist es gelungen, die im Komitat lebenden Minderheiten zusammenzubringen, um die schönsten Produkte ihrer Sitten, Volkstrachten und ihrer eigenartigen Kultur vorzuführen. Die Veranstaltung hat mit der Eröffnung der Ausstellung angefangen. Hier konnten die Gästen die Volkstracht der Minderheiten vom Komitat Bákó, die Gegenstände ihres religiösen Lebens, Bücher, Keramiken bzw. Fotos, die das Gemeinschaftsleben illustrieren, anschauen. Danach konnten sie im Rahmen eines ungebundenen Programms Volkslieder anhören und auch einen Vortrag von einem kurzen Volkstanz anschauen.
Die Veranstaltung wurde durch die Vornehmen vom Komitat Bákó den Präfekten Gabriel Berca und den Bürgermeister Romeo Stavarache eröffnet, ihr folgte die Begrü ungsrede der Vertreter der Minderheitsorganisationen. Der Hauptgast des Abends war Varujan Vosganian, der diese Veranstaltung mit seiner Anwesenheit in zweier Eigenschaft beehrt hat: als Politiker und Regierungsmitglied bzw. als ausgezeichneter Vertreter der in Rumänien lebenden Minderheit der Armenier.
Der MCSMSZ hat sich auch bemüht, mit einem reichen Programm auf der Veranstaltung teilzunehmen: die Volksliedgruppe Sankt Stephan aus Pusztina hat Volkslieder gesungen, die Kinder aus Somoska sind getanzt, und auf der Ausstellung haben wir die Keramiken von Mária Petrás, Gegenstände der Volkstracht, Bücher mit Thema der Tschangoungarn und andere Publikationen zur Schau gestellt.
Unsere Darsteller haben mit ihrem Vortrag glänzenden Erfolg geerntet, und aus den ausgestellten Gegenständen haben die Arbeiten von Mária Petrás den Beifall des Publikums am meisten gefunden. Wir haben die Veranstaltung mit der Hoffnung und der Versprechung geschlossen, dass wir uns von dieser Zeit an jedes Jahr treffen, um aus diesem Treffen eine Tradition zu machen.

 

Szilvia Róka, Vorsitzender vom MCSMSZ

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Verein der Paten für die Moldauer Tschango-Ungarn gegründet

 

Am 11. November 2006 wurde in Budapest der Verein KEMCSE gegründet. Der Vereinsgründung vorausgegangen war ein Besuch in der Moldau jener "Paten", die die Erziehung von Moldauer Tschango-Kinder unterstützen. Die Reise im Sommer 2006 wurde von Lajos Gyöngyössy organisisert, der gemeinsam mit einigen der aktiveren Paten nun auch den Verein gründete, um die Schulbildung der Kinder der ungarischen Tschangos noch effizienter unterstützen zu können.
Im Zentrum am Franziskanerplatz des "Háló" - Netz der katholischen Basisgemeinschaften fanden sich rund 60 Paten ein, von denen 20 Gründungsmitglieder des neuen Vereins wurden. Die Formalitäten waren bald bewerkstelligt. Vorsitzender Lajos Gyöngyössi und der aus Jugendlichen bestehende Vorstand wurden einstimmig gewählt. Zwei stellvertretende Vorsitzende kümmern sich um die Veranstaltungen, um die Medienkontakte, die Kontakte in Rumänien, sowie um die kulturelle und erzieherische Tätigkeit. Auch die Administration übernahm ein junger Fachmann.
Der Verein KEMCSE beabsichtigt, eng mit dem Verband der Tschango-Ungarn in Moldau (MCSMSZ) und mit der Stiftung für die ungarische Bildung in der Moldau (AMMOA) zusammenzuarbeiten. Grundlegendes Ziel ist, das Programm "Werden auch Sie Pate/Patin" auf eine breitere Basis zu stellen. Um die Unterstützung noch effizienter und persönlicher zu gestalten, soll der Kontakt zwischen den Paten und den Kindern erleichtert werden. Die Beziehung zwischen den Paten und den Kindern bzw. ihren Familien soll durch die Organisation von Besuchen und Ferienlagern gestärkt werden.
Neben den Bereichen Soziales und Gesundheit betrachtet der Verein Verbesserungen bei der Schulbildung und insbesondere beim Sprachunterricht als vorrangig. Außerdem soll die Kultur der Tschango Ungarn in ganz Ostmitteleuropa vermittelt werden.

 

Vorstand des Vereins KEMCSE

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Robert Sentes nach der Operation

 

Vor gut 3 Wochen konnten Robert Sentes mit seinem Vater aus Ungarn nach Hause zurückkehren. Nach der großen Operation mit all den Ängsten und Sorgen im Schlepptau geht es dem Kind gut.
Robert kann ohne Angst und Schmerzen spielen.
Stellen Sie sich vor, wie Robert zum ersten mal in seinem Leben auf seinem Rücken liegen konnte! Die große Schwiele, die ihn bisher daran gehindert hatte, ist von seinem Rücken verschwunden, wie zu Hause alle überrascht und erfreut feststellen konnten.
Robert schickt eine Zeichnung an alle Menschen, denen er sein neues, verändertes Leben verdankt.

 

VIELEN HERZLICHEN DANK!

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Puppen-Nähwettbewerb in Gajdár

 

In den vergangenen anderthalb Wochen fertigten die Kinder, die am ungarischen Unterricht in Coman/Gajdár teilnehmen, mit großem Eifer ihre Bohnensäckchen und Puppen an. Die Idee für den Wettbewerb kam von zwei, mit Maiskörnern gefüllten Tierfiguren, die wir für die Kindergartenkinder angefertigt und den Schulkindern gezeigt hatten. Spontan wollten sie auch solche Puppen nähen, und Ideen für Formen folgten auf der Stelle: Blume, Herz, verschiedene Tiere usw. Daraufhin organisierten wir den Wettbewerb. Die Kreativität und der Ideenreichtum der Kinder überraschte selbst uns. Ein Kindergärtner verwandelte einen alten Schwimmreifen in ein "Gespenst". Ein roter Hase wurde mit Laub ausgestopft. Da gab es jede Menge Herzen und Kätzchen, und auch Bohnensäckchen als Spielgerät.
Ein Junge restaurierte seinen "alten, kranken" Teddybär, indem er die Füllung herausnahm, Maiskörner hineinstopfte und ihn flickte. Kein Wunder, dass uns der Eifer der Kinder bis zur Preisverleihung am Freitag packte. Um sechs Uhr kamen die Kindergärtner und die ersten vier Schulstufen an die Reihe, um sieben Uhr die Schulstufen 5 bis 8. Insgesamt 40 Werke wurden eingebracht, die wir allesamt ausstellten und mit einem Preis würdigten. Es wäre uns schwer gefallen, eine Reihenfolge aufzustellen. Die Kinder waren sichtlich stolz auf ihre Kreationen. Sie freuten sich über die kleinen Geschenke und vertilgten mit Hingabe die angebotenen Süßigkeiten.
Dieser Wettbewerb war für uns eine weitere Manifestation der Kreativität und des gesunden Wettbewerbs unter den Kindern. In Zukunft möchten wir die Kinder häufiger vor ähnliche Aufgaben stellen, ist doch offensichtlich, dass ihnen das kreative Arbeiten Spass macht. Die Freude ist ganz unsererseits.

 

Gabriella und Endre Farkas-Ferencz, Ungarischlehrer in Gajdár
Fotos

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