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Gerencsér Ádám, Zoltán Császár, Andrea Deé, Helga Fehér, János Heltai, Zoltán Kiss, Edit Kovács, István Neumann (Ungarn) mit Hilfe von Valkó Péter (Schweiz)

 

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Ein Rundblick zum neuen Schuljahr

 

Am 17. September begann auch in den Dörfern der Moldauer Tschangos das neue Schuljahr. Die Rückmeldungen unserer Lehrer können wir mit einem lachenden und einem weinenden Auge quittieren. An einigen Orten begann der Unterricht ungestört und in guter Stimmung, anderswo sind die örtlichen Behörden immer noch bestrebt, die Einführung des Ungarischunterrichts zu verhindern.
In Frumósza/Frumoasa kann Frau Lehrer Krisztina Máthé den Schülern ungarischer Abstammung bereits an 21 Wochenstunden die Schönheit ihrer Muttersprache näher bringen. Auch die außerschulischen Beschäftigungen am Nachmittag bei Adrián Neagu gehen weiter.
In Lábnyik/Vladnic haben die Kinder und Lehrer Attila Orbán mit großem Elan das Schuljahr begonnen, die nach den großen Ferien wieder das schönste Haus des Dorfes in Besitz genommen haben. Dieser Tage wird der neue Lehrer erwartet, der sich auch außerhalb des Unterrichts um die Kinder kümmern wird. Wir hoffen, diese Beschäftigungen heuer auch auf Kindergartenkinder auszuweiten.
Der Herr Lehrer Attila Márton ist nach Lészped/Lespezi übersiedelt, wo es ihm gelungen ist, mit dem Direktor seiner Schule ein gutes Arbeitsverhältnis zu begründen. Die Schüler bekommen ein neues Ungarisch-Klassenzimmer, das sie auch am Nachmittag ohne jede Behinderung nutzen können. Dank dieses Arrangements braucht der Verband für die Beschäftigungen außerhalb des regulären Unterrichts keinen gesonderten Saal oder Raum mieten. Laut Schulleitung gibt es allerdings nach wie vor keine Spur von den Fördermitteln, die mit Hilfe der Ungarn-Partei RMDSZ von der rumänischen Regierung zwecks Renovierung des Schulhauses zugesprochen wurde.
In Külsõrekecsin/Fundu Rãcãciuni freut man sich über die Ankunft von gleich zwei neuen Lehrern. Péter und Ilona Trunchi werden beide je 21 Stunden in der Schule unterrichten. Sie stehen vor einer großen Herausforderung, da der Unterricht während der Renovation des Schulhauses in drei Schichten von Statten geht und verkürzte Stunden eingeführt wurden. Trotzdem freuen sie sich riesig, denn Péter konnte aufgrund dieser Stelle an seinen Geburtsort zurück übersiedeln.
In Csíkfalu/Ciucani wurde der größere Teil der staatlichen Schule abgerissen, weshalb auch hier zu wenige Klassenzimmer zur Verfügung stehen. Das Gemeindeamt hat sich mit der Bitte an den Verband gerichtet, bis zur Beendigung der Arbeiten der zusammengezogenen Klasse II-IV und den Kindergärtnern zwei Räume im Dorfhaus zu überlassen. Diesem Anliegen haben wir selbstverständlich sehr gerne entsprochen, nicht zuletzt ist der ungestörte Schulbetrieb auch für die Ungarischstunden von Bedeutung, vor allem bei den Kindergärtnern und zur Freude von Frau Lehrer Edit Bende. Auch in Csíkfalu wird ein neuer Lehrer erwartet, der einen Teil der Nachmittagsstunden übernehmen wird.
In den Ortschaften Klézse/Cleja, Buda und Somoska/ªomuºca wird noch weiter "verhandelt", da sich die Frau Direktorin nicht an den vom Schulinspektorat vorgeschriebenen Lehrplan halten will. Der von ihr forcierte Stundenplan lässt keinen Raum für die Ungarischstunden innerhalb des Unterrichts. Derzeit sind die beiden Lehrerinnen Angéla Istók und Mária Fülei gezwungen, statt die Kinder zu unterrichten zwischen den Schulen zu pendeln, um eine Lösung zu erwirken.
In Diószén/Gioseni können Emese Kiss und Attila Salak ihre erfolgreiche Tätigkeit des Vorjahres fortsetzen. Attila übernimmt nach wie vor auch die Stunden in Trunk/Galbeni, wohin er sich zwei mal pro Woche auf den Weg macht.
Auch in Kóstelek/Cosnea ist die Lage unverändert positiv, die Lehrer András Ferencz und Éva Imre konnten in der bestmöglichen Atmosphäre mit den Kindern das Schuljahr beginnen. Sie hoffen, dass sich auch heuer Schüler finden, die das ungarische Gymnasium in Csíkszereda/Ciuc besuchen können.
In Pusztina/Pustiana haben zwei neue Lehrer Einzug gehalten, die jetzt im Gemeindehaus von Pusztina wohnen. Éva Vajda hat die regulären Stunden von ihrem Vorgänger übernommen, László Szabó kümmert sich außerhalb des Unterrichts um die Kinder.
Auch nach Magyarfalu/Arini brachte das neue Schuljahr neue Gesichter, die neue Lehererin heißt Réka Zsigmond und ihr Kollege László Borbély. Réka arbeitet in der Schule vorerst mit zwei Gruppen neben Judit Edit Zaharia, die sieben Gruppen betreut und bereits ein Schuljahr lang hier unterrichtet hat. Inzwischen wird das Haus, das auf einem erworbenen Grundstück steht, als Lehrerwohnung umgebaut.
In Gajdár/Coman gelang es den Gegnern des Ungarischunterrichts, ein paar Tage vor Schulbeginn die Einführung des muttersprachlichen Unterrichts zu verhindern, deshalb können sich die Kollegen Gabriella und Endre Farkas-Ferencz nur außerhalb der Schule mit dem Unterricht beginnen. (Details hier.)
Auch in Lujzikalagor/Luizi-Cãlugãra ist die Lage nicht viel besser. Die Kollegin Csilla Szász konnte ihre Tätigkeit nur außerhalb der staatlichen Schule aufnehmen.
In der Großstadt Bákó/Bacãu beschäftigt sich heuer Frau Lehrer Melánia Kovács mit der gewachsenen Gruppe von Schülern der Ion Luca-Schule, die sich die Muttersprache ihrer Familie oder eines Elternteils besser aneignen wollen.
In zwei weiteren Dörfern, in Nagypatak/Valea Mare und Diószeg/Tuta, bereiten wir uns auf die Einführung der Ungarischstunden vor, was aufgrund des regen Interesses der Bevölkerung auch gelingen sollte.
Trotz der mancherorts aufgetretenen Schwierigkeiten wünschen wir allen MitarbeiterInnen und Schülern ein freuden- und erfolgreiches Schuljahr.

 

2007.10.04.

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Schuljahrbeginn scheiterte in Gajdar

 

In der letzten Minute scheiterte die Einleitung der Ungarisch als Muttersprache-Stunden in Gajdar (Coman).
Die ins Dorf zum Schuljahrbeginn zurückkehrende Lehrkräfte wurden mit der Nachricht empfangen, dass die Schuldirektorin und der Bürgermeister - die zweitägige Abwesenheit der Lehrer ausnutzend - die Eltern, die für ihre Kinder die Einleitung der Ungarischstunden in der Schule schriftlich beantragt haben, persönlich in ihrem Zuhause besucht haben und mit ihnen eine gegensätzliche Erklärung unterschreiben gelassen haben. Die verwirrten und verängstigten Eltern haben fast ohne Ausnahme erklärt, dass sie keine Ungarischstunde in der Schule erwünschen. Die Schuldirektorin hat die Eltern darüber informiert, dass der Staatssekretär des Ministeriums für Unterrichtswesen das Dorf besucht und dabei behauptet habe, die Einleitung der Ungarischstunden sei gesetzeswidrig. Sie hat die Eltern gleichzeitig gedroht, dass sie die den Kindern zustehende staatliche Unterstützung nicht erhalten und auch die vom ungarischen Staat gewährte Unterrichtsunterstützung verlieren können, weil diese letztere nur denen zusteht, die außerhalb des Schulunterrichtes ungarisch lernen. Es wurde auch gesagt, dass das Bürgermeisteramt die Ungarischlehrer vom Dorf vertrieben habe, die würden nie mehr zurückkehren. Jeden wurde gesagt, sie/er sei die/der letzte, die/der den Antrag noch nicht zurückgezogen habe, alle anderen hätten schon so getan.
Die Ungarischlehrerin Gabriella Farkas-Ferencz wurde zum feierlichen Schuljahrbeginn auch von Attila Hegyeli, dem Verantwortlichen des Verbandes der Tschango-Ungaren in Moldawien für Unterrichtswesen begleitet. Hier wurde die auch vom Hauptschulinspektor des Komitates unterzeichnete Ernennung umsonst vorgezeigt, der Bürgermeister des Dorfes erschien in der Begleitung von Polizisten und hat sich so geäußert, dass es in Gajdar keine Ungarischstunden geben werden. Dies kann nämlich von ihr als gewählte Vertreterin des Volkes nicht zugelassen werden. Während der Feier wurden die Menschen aufgerufen, in diesem Bezug zukünftig nichts zu unterschreiben.
Von den 42 Anträgen in Gajdar wurden 39 zurückgezogen, so können wir in Gajdar nur außerhalb der Schule den Mutterspracheunterricht anfangen.

 

2007.10.04.

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