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Übersetzt von

Gerencsér Ádám, Zoltán Császár, Andrea Deé, Helga Fehér, János Heltai, Zoltán Kiss, Edit Kovács, Pál Kovács, István Neumann (Ungarn) mit Hilfe von Valkó Péter (Schweiz)

 

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Die Lage des Ungarischunterrichts in der Moldau ist ein europäisches Thema

 

Die Abgeordneten des Europaparlaments Péter Olajos (MDF. Ungarn), Árpád Duka-Zólyomi (MKP, Slowakei), Kinga Gál (Fidesz, Ungarn), Csaba Sógor (RMDSZ, Rumänien) und László Tőkés (unabhängig, Rumänien) haben sich in Erwartung einer schriftlichen Antwort mit einer dringlichen Frage über die Verunmöglichung des ausserschulischen Ungarischunterrichts im Dorf Nagypatak (Valea Mare) in Rumänien und die Beängstigung der tschango-ungarischen Schüler ans europäische Komitee gewendet.
Péter Olajos, Anreger der Initiative, hat die Ereignisse als empörend bezeichnet und dabei hervorgehoben, dass gerade jene Kinder von der Teilnahme am Muttersprachenunterricht abgebracht werden, die in ihrer Freizeit das versuchen, was das staatliche Bildungssystem ihnen nicht ermöglicht, nämlich ihre Muttersprachenkenntnisse zu erweitern.
Laut Standpunkt der Abgeordneten verstößten die oben beschriebenen Ereignisse gegen den Gesetzartikel 22. der Charta der Grundrechte in der Europäischen Union, der besagt, dass die Union die kulturelle, religiöse und sprachliche Vielfalt in Ehren hält. Deswegen haben sie das Komitee um dringliche Maßnahmen gebeten, um ähnliche Erscheinungen im seit dem 1. Januar 2007 Mitgliedstaat Rumänien zu verhindern.
Csaba Sógor hat während seines Moldau-Besuches folgendes dargelegt: "Trotz der opferwilligen Arbeit der MCSMSZ und der Begeisterung der Ungarischlehrer ist die Möglichkeit des Muttersprachenerwerbs bisher nur etwa 1500 Kindern gesichert. Es gibt wenigstens 7500 weitere Schulkinder, denen diese Möglichkeit noch nicht gegeben ist. In den ungarischen Dörfern der Moldau sollen die materiellen Quellen und die friedliche Stimmung gesichert werden, da es das Allerwichtigste ist, dass die Eltern nicht beängstigt werden und je mehr Kinder in der Moldau Ungarisch lernen können."
László Tőkés hat sich darüber hinaus mit einem englischsprachigen Antrag an das Parlament gewendet. Dieser wurde schon dem Hauptkomitee der Minderheitsfragen weitergeleitet. Der Leiter des Hauptkomitees hat bereits angekündigt, dass Rumänien via Brief aufgefordert wird, den Muttersprachenunterricht der Moldauer Tshango-Ungarn zu sichern.
Im ungarischen Parlament hat Klára Sándor (SZDSZ) am 3. März in der Stunde der Interpellationen die Ereignisse von Nagypatak zitierend der Außenministerin die Frage gestellt wie es erreicht werden kann, dass die "Sprachenausrottung" auch in der Praxis ein Ende hat.
Márta Horváthné Fekszi, Staatsekretär des Außenwesens, hat verkündigt, dass das Problem in allen möglichen politischen Verhandlungen höherer Isntanzen angedeutet werden solle. Sie hat noch hinzugefügt, dass die Mitarbeiter der Botschaft in Bukarest und des Konsulats in Csíkszereda regelmäßig vor Ort erschienen und die dortigen Zustände aufmerksam befolgten.

 

2008.03.17.

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